Du hast es satt, Monat für Monat für dein Girokonto zu zahlen? Auch wenn die Zeiten hart sind, ein paar wenige kostenlose Girokonten findest du nach wie vor. Sprich: Du zahlst nicht einen Cent an Kontoführungsgebühren. Ein Kontowechsel macht also Sinn und spart dir mitunter richtig Geld. Wie du ein solches Konto findest? Na in unserem Girokonto Vergleich!

Zahlungseingang/Monat:
Euro
EC-Karte:
  
Kreditkarte:
  
Durchschnittliches Guthaben:
Euro
an
Durchschnittliches Minus:
Euro
an
Tagen
Zahlungseingang: 1200 € / Guthaben: 1000 € an 30 Tagen
PSD Bank Nürnberg
PSD GiroDirekt
0,00 €
Kosten pro Jahr
norisbank
Top-Girokonto
0,00 €
Kosten pro Jahr
Consorsbank
Girokonto Essential
0,00 €
Kosten pro Jahr
N26
Girokonto
0,00 €
Kosten pro Jahr
Openbank
Girokonto Open
0,00 €
Kosten pro Jahr
comdirect
Girokonto inkl. kostenloser Debitkarte
0,00 €
Kosten pro Jahr
ING
Girokonto ohne Girocard
0,00 €
Kosten pro Jahr
HypoVereinsbank
HVB PlusKonto
0,00 €
Kosten pro Jahr
Commerzbank
Girokonto inkl. kostenloser Debitkarte
0,00 €
Kosten pro Jahr
TARGOBANK
Online-Konto
0,00 €
Kosten pro Jahr
* Werte für gewählten Zeitraum, die Berechnung erfolgt auf Basis der aktuellen Zinssätze vom 09.11.2022. Alle Angaben ohne Gewähr, © 2022 financeAds.net
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Kurz erklärt: Girokonto, was ist das?

„Giro“ kommt aus dem Italienischen und heißt übersetzt so viel wie „Kreis“ oder „Umlauf“. Das erklärt das Girokonto schon recht gut. Denn das „Giro“ dient dem Zahlungsverkehr. Buchungen erfolgen also zu Gunsten oder Lasten des Kontoinhabers. Mit anderen Worten: Es kommt Geld „rein“ (Gehalt, Rente etc.) und es geht Geld „raus“ (Miete, Kreditraten, Abos etc.). Daher nennen Experten das Girokonto auch Sichtkonto oder Zahlungskonto. Zum Sparen ist das Giro übrigens nicht gedacht. Hierfür gibt es das Tagesgeldkonto, Festgeldkonto oder Wertpapierdepot.

Warum ist ein Girokonto wichtig?

Geführt von einem Kreditinstitut (Bank, Sparkasse) ist das Giro jedenfalls für jeden wichtig. Weil schlicht nötig. Warum? Weil über das Konto quasi dein gesamtes (finanzielles) Leben läuft. Dein Arbeitgeber überweist dir auf dein Konto dein Gehalt bzw. die Rentenkasse deine Rente. Bafög, Kindergeld, Arbeitslosengeld, Hartz IV: sämtliche staatlichen Leistungen erhältst du ebenfalls bargeldlos. Die meisten deiner Rechnungen begleichst du auf dieselbe Weise. Miete, Raten für Kredite, Abos, Gas und Strom, GEZ und und und. Davon ab kannst du deine Einkäufe, online und vor allem im Urlaub bargeldlos bezahlen. Per Giro- oder Kreditkarte, (Online)Überweisung, Lastschrift oder Dauerauftrag.

Fazit: Ohne Girokonto geht es längst nicht mehr. Zumal dir das Konto den Überblick wahrt. Was hast du eingenommen? Was ausgegeben? Der Kontoauszug verrät es dir auf den Cent genau. Davon ab siehst, wo dein Geld hingeht. Das birgt viel Potenzial zum sparen.

Girokonto eröffnen, wechseln, kündigen

Fragt sich nun, wer ein Girokonto eröffnen kann? Eigentlich jeder. Egal wie deine soziale Stellung oder Bonität ist. Voraussetzungen gibt es dennoch einige. Du musst…

  • volljährig, sprich mindestens 18 Jahre alt sein,
  • voll geschäftsfähig sein und
  • einen festen Wohnsitz in Deutschland haben.

Willst du einen Dispo, musst du außerdem ein regelmäßiges Einkommen nachweisen. Für die Eröffnung eines Girokontos ist ein solches aber nicht nötig.

Wie Girokonto eröffnen

Die Eröffnung eines Girokontos ist übrigens denkbar einfach. Heute geht das sogar ganz bequem online, egal ob bei einer Direkt- oder Filialbank. Wichtig ist allerdings, dass du deinen Ausweis parat hast. Denn per VideoIdent musst du deine Identität beweisen. Möglich ist der Nachweis zwar auch per PostIdent. Hierzu musst du jedoch eine Postfiliale besuchen. Bei einer Filialbank kannst du dann eigentlich auch in eine Filiale gehen und das Konto persönlich eröffnen. Also direkt am Schalter. Apropos: Zuvor solltest du mit unserem Girokonto Vergleich die Leistung und Kosten der einzelnen Konten checken. So kannst du dir das für dich beste Angebot aussuchen.

Wie Girokonto wechseln?

Ebenfalls recht einfach ist der Wechsel eines Girokontos. Denn seit 2016 schreibt das Gesetz einen Kontowechselservice vor. Dieser zwingt die Banken, dir beim Kontowechsel aktiv zu helfen. Mehr noch: Unterläuft der Bank ein Fehler, haftet sie für Schäden. Der „Umzug“ selbst ist in fünf Schritten erledigt.

Wie Girokonto wechseln?

  1. Girokonto Vergleich
    Der erste Schritt: Suche das für dich beste Konto aus. Der Girokonto Vergleich oben zeigt dir mit wenigen Daten die besten Angebote. So kannst du bequem vergleichen. Transparent, kostenlos sowie unverbindlich.
  2. neues Konto eröffnen
    Hast du dich entschieden, stellst du einen Antrag auf Kontoeröffnung. Zur Prüfung deiner Identität ist wie gesagt dein Ausweis nötig. Per VideoIdent ist diese Prüfung aber wieder bequem online möglich. Alternativ besuchst du eine Postfiliale und zeigst dort deinen Ausweis vor (PostIdent). Die Post bestätigt dann der Bank, dass du „echt“ bist. Anschließend prüft die Bank deinen Antrag und nimmt diesen (in der Regel) an – oder eben nicht. Bei Annahme erhältst du jedenfalls die Vertragsdaten, den Zugang zum Online Banking sowie deine Kontodaten.
  3. „Einzahler“ informieren
    Jetzt kommt das wichtigste: Informiere deine „Einzahler“. Also Arbeitgeber, Renten- oder Pensionskasse, Ämter, Behörden etc. Ohne die nötige IBAN wissen diese sonst nicht, wohin sie dein Geld überweisen müssen. Logo, oder?
  4. Daueraufträge & Lastschriften
    Danach musst du deine Ausgänge ändern, sprich Daueraufträge und Lastschriften. Also Miete, Strom, Gas, Versicherungen, Kredite, Abos etc. Hier hilft dir der neue Kontowechselservice. Dank diesem müssen nämlich die Banken diese leidige Arbeit übernehmen. Entsprechend erfolgt die Umstellung der Daueraufträge und Lastschriften „automatisch“. Dennoch: Kontrolliere, ob alle Aufträge umgestellt sind. Hilfreich sind hierbei deine Kontoauszüge der letzten zwölf Monate.
  5. altes Konto kündigen
    Jetzt wartet du zur Sicherheit acht bis zwölf Wochen und kündigst anschließend dein altes Konto. Restguthaben überweist du natürlich zuvor auf dein neues Konto. Einen negativen Kontostand musst du dagegen ausgleichen. Das war’s.

Wie Girokonto kündigen?

Apropos Girokonto kündigen. Das ist ebenfalls einfach. Zumal es – zumindest laut Gesetz (§ 675h BGB) – nicht mal eine Kündigungsfrist gibt. In ihren AGB kann die Bank aber sehr wohl eine solche fordern. Allerdings darf auch diese maximal einen Monat betragen. Alles darüber wäre unwirksam.

So oder so: Die Kündigung eines Girokontos ist mit einem formlosen Schreiben getan. Bei einer Filiale vor Ort kannst du das Konto sogar persönlich am Schalter kündigen.

Wichtig: Fordere eine Bestätigung der Kontokündigung. Denke außerdem daran, einen eventuell bestehenden Freistellungsauftrag zu löschen.

Übrigens: Auch die Bank darf dein Girokonto jederzeit kündigen. Zumindest, wenn es für das Konto kein Enddatum gibt und eine solche Option vertraglich (AGB) vorgesehen ist. Wenig überraschend ist das in der Regel schon der Fall. Außerdem sieht der Gesetzgeber hier eine Kündigungsfrist von mindestens zwei Monaten vor. Dafür braucht die Bank für eine solche Kontokündigung keinen besonderen Grund. Eine Ausnahme sind Sparkassen. Da diese Anstalten des öffentlichen Rechts sind, haben es diese mit einer Kontokündigung deutlich schwerer.

Auch bei einem Basiskonto ist die Kontokündigung seitens der Bank nicht ganz so einfach. Davon ab muss dir die Bank (auf Nachfrage) konkrete Gründe für eine Kündigung nennen.

Filialbank vs. Direktbank

Bleibt die Frage, was nun besser ist: Filialbank oder Direktbank? Die Antwort hängt ganz von deinen Wünschen und Bedürfnissen ab. Vor- und Nachteile bieten dir beide Banktypen.

Bei einer typischen Filialbank wie Commerzbank, Deutsche Bank oder Postbank hast du eine Filiale direkt vor Ort. Oder zumindest in der nächsten Stadt. Du kannst dich mit deinem Banker also persönlich unterhalten. Bei beratungsintensiven Produkten ist hier die Filialbank klar im Vorteil. Davon ab kannst du Aus- und Einzahlungen am Schalter vornehmen. Mehr noch: Dank dem „Kennen“ – womöglich gar über Jahre und Jahrzehnte – hast du selbst bei schlechten Voraussetzungen die Chance auf einen Kredit.

Direktbanken wie ING, comdirect oder Consorsbank trumpfen dagegen mit einem Top-Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Freilich kein Wunder: Diese Banken sparen immense Kosten, weil sie auf ein teures Filialnetz (Mieten, Strom, Löhne) verzichten. Das Fazit merkst du beim Preis: einige Direktbanken bieten nach wie vor kostenlose Girokonten. Zugegeben verlangen diese dafür mittlerweile einen gewissen Mindesteingang im Monat. Dieser ist bei einem Gehaltskonto aber kein Problem. Manche Banken gewähren dir sogar noch einen kleinen Zins. In Zeiten der Nullzinspolitik – Stichwort EZB – ein Unding. Selbst eine persönliche Beratung ist durchaus möglich, wenn auch nur per Telefon oder Chat.

Und die andere Seite der Medaille? Bei den Filialbanken sind es vor allem hohe Kosten und damit hohe Kontoführungsgebühren. Selbst der Vor-Ost-Service ist nur während der Öffnungszeiten möglich. Am Wochenende und an Feiertagen ist die Filialbank dicht. Direktbanken wiederum bieten keine Beratung unter vier Augen, sondern allein per Hotline und Internet. Die Vergabe von Krediten erfolgen daher nach einem festen Muster. Einen „Vertrauensbonus“ bekommst du hier also nicht.

Null Euro: Wer bietet kostenloses Girokonto?

Die Frage nach dem kostenlosen Girokonto ist damit eigentlich schon beantwortet. Ein Girokonto ohne Gebühren findest du nur noch bei Direktbanken. Wobei selbst diese mehr und mehr anziehen. Oder zumindest einen Mindesteingang fordern.

Ein Girokonto ohne Gebühren?

Ein kostenloses Girokonto ohne Gebühren findest du jedenfalls bei

  • comdirect
  • norisbank
  • DKB oder
  • ING

DKB, ING und neuerdings auch comdirect verlangen allerdings einen monatlichen Geldeingang von mindestens 700 Euro. Bei der norisbank sind es 500 Euro. Nutzt du das Giro als Gehaltskonto, dürfte dieser Punkt allerdings kein Problem sein.

Welches Girokonto ist wirklich kostenlos?

Wenn du es wirklich korrekt nimmst – keines. Zwar kosten die gerade genannten Girokonten keine Kontoführungsgebühren. Aber eben nur, wenn jeden Monat eine gewisse Summe eingeht. Sollte das einmal nicht passieren, fallen doch Gebühren an. Bei der norisbank zum Beispiel 3,90 pro Monat. Bei der comdirect sogar 4,90 Euro im Monat.

Eröffnung Girokonto: Was ist zu beachten?

Du solltest bei der Auswahl deines neuen Giros also einiges beachten. Vor allem das berühmte Kleingedruckte. Das gilt besonders beim (vermeintlich) kostenlosen Girokonto. Auf was du achten solltest? Auf das..

  1. Wie hoch sind die Kontoführungsgebühren?
  2. Falls das Konto kostenlos ist: Gibt es irgendwelche Bedingungen? Oder handelt es sich tatsächlich um ein Girokonto ohne Mindesteingang? Das ist mittlerweile selten…
  3. Gibt es sonst versteckte Kosten? Etwa für Überweisungen? Oder für das Einrichten von Daueraufträgen?
  4. Ist eine Girokarte inbegriffen? Und zwar kostenlos? Die Girocard gehört einfach dazu.

Je nach deinen Bedürfnissen sind weitere Fragen interessant. Etwa zum Dispo. Oder zu einer Kreditkarte. Ein Girokonto ohne Gehaltseingang zum Nulltarif findest du heute jedenfalls kaum noch.

Obacht gilt außerdem beim Girokonto mit Startguthaben. Hier gibt es tatsächlich Banken, die dich mit einem Willkommensbonus locken. 50 oder sogar 100 Euro sind durchaus für dich drin. Doch gerade bei solchen Angeboten solltest du ganz genau hinschauen. Meistens handelt es sich um Premiumkonten, die einiges im Monat kosten. Oder aber einen recht hohen Geldeingang voraussetzen. Pro Monat versteht sich. Lass dich also nicht von einem Girokonto mit Startguthaben blenden. Wobei es durchaus interessante Angebote gibt. Zum Beispiel von der norisbank. Hier winken dir (Stand 03/2021) 50 Euro Willkommensbonus. Der Clou: Die Direktbank kann auch sonst überzeugen.

Für Überzieher: Das Girokonto mit Dispo

Außer in einem Punkt: dem Dispo. Die norisbank hält in diesem Punkt richtig die Hand auf: Ganze 10,85 Prozent musst du Stand 03/21 für das Überziehen des Girokontos berappen. Das geht günstiger. Und zwar deutlich günstiger. comdirect, DKB oder ING nehmen nur 6,5%, 6,65 % bzw. 6,99 %. Unser Girokonto Vergleich zeigt dir übrigens auf einen Blick, wer dir einen guten (= günstigen) Dispozins bietet – und wer nicht.

Girokonto: Wie weit überziehen?

Apropos: Wie weit darfst du dein Girokonto überhaupt überziehen? Das hängt ganz von deiner Situation ab. Zum einen musst du ein festes, regelmäßiges Einkommen haben. Das musst du der Bank natürlich nachweisen. Und zwar in der Regel mit einem Verdienstnachweis über die letzten drei Monate. Einträge bei der Schufa sehen die Banken wenig überraschend nicht gern.

Girokonto: Wie weit ins Minus?

Die Höhe des Dispos hängt jedenfalls von deinem Einkommen ab. Meist gewähren die Banken dir einen Dispokredit in Höhe von drei Monatsgehältern. Netto wohlgemerkt. Heißt: Verdienst du 1.500 Euro netto im Monat, kannst du mit einem Dispo von bis zu 4.500 Euro rechnen. Wie weit du dein Konto ins Minus überziehen darfst, hängt jedoch letzten Endes von deiner Bank ab. Übrigens: Den Dispo musst du in der Norm bei deiner Bank beantragen. Diese wieder kann einen gewährten Dispokredit jederzeit kündigen. Ohne Angabe von Gründen oder Kündigungsfristen.

Kleiner Tipp: Der Dispo ist je nach Bank mehr oder weniger überteuert. Steckst du finanziell in der Klemme, ist ein Kleinkredit meist die bessere (weil günstigere) Alternative.

Girokonto ohne Einkommen: das Jedermannkonto

Und wenn du gar kein Einkommen hast? Dann ist ein Dispo aufgrund des Risikos recht unwahrscheinlich. Mehr noch: Selbst die Eröffnung eines Girokontos könnte ein Problem sein. Doch selbst hier gibt es eine Lösung. Das Jedermannkonto bzw. Basiskonto, bei den Sparkassen auch Bürgerkonto. Dieses müssen dir die Banken (bzw. Sparkassen) gewähren. Auch ohne Einkommen. Oder festen Wohnsitz.

Allerdings hat dieses Jedermannkonto gleich ein paar Haken. Zum einen ist das Basiskonto selten kostenlos. In der Praxis sind viele Jedermannkonten sogar deutlich teurer als „normale“ Girokonten. Für das teuerste Basiskonto sind über 200 Euro im Jahr fällig. Ein Girokonto Vergleich lohnt hier also erst recht.

Auf der anderen Seite verspricht das Jedermannkonto einen immensen Vorteil: Die Bank darf dich nicht ablehnen. Weil die Banken per Gesetz verpflichtet sind, die ein solches Basiskonto – und damit ein Girokonto – zu stellen. Selbstredend mit diversen Einschränkungen. Ein Dispo ist in der Regel nicht inbegriffen. Stattdessen führt die Bank das Basiskonto als reines Guthabenkonto. Heißt: Ist kein Guthaben auf dem Konto, kannst du weder Geld überweisen, abheben oder bargeldlos zahlen. Auch eine „echte“ Kreditkarte ist selten dabei. Eine Kreditkarte auf Guthabenbasis (Prepaid) ist aber sehr wohl möglich. Kurzum: Das „Girokonto für Jedermann“ bietet dir allein die Basisfunktionen. Und zwar…

  • Geldeingänge
  • Überweisungen
  • Daueraufträge
  • Lastschriften
  • Abheben von Bargeld
  • Online-Banking

Girokonto nach Privatinsolvenz: das P-Konto

In einem Fall reicht aber selbst das Konto für Jedermann nicht und zwar im Falle einer Insolvenz. Bist du pleite, brauchst du ein anderes (besonderes) Konto: das P-Konto. Das steht für Pfändungsschutzkonto. Du ahnst schon, dieses Konto ist vor einer Pfändung sicher. Zumindest bis zu einer bestimmten Grenze. Stand 2021 sind das konkret 1.178,59 Euro pro Monat. Da kann keiner deiner Gläubiger ran. Egal ob Gehalt, Rente, Sozialleistungen, was auch immer. Selbst eine finanzielle Unterstützung durch Dritte. Alles darüber musst du allerdings zur Tilgung deiner Schulden „rausrücken“. Hast du Kinder oder musst Unterhalt zahlen, steigt die „sichere“ Summe übrigens noch um ein paar Euro an. So oder so: Das P-Konto erlaubt dir, deine Lebenshaltungskosten begleichen zu können. Sprich: Miete, Essen, Kleidung etc.

Girokonto nach Insolvenzverfahren

Wie du ein solches Pfändungsschutzkonto bekommst? Das ist recht einfach: Beantrage es bei deiner Bank. Diese wandelt dein bestehendes Girokonto daraufhin in ein „sicheres“ P-Konto um. Das war’s. Kein Aber? Doch…

  • Nur auf Antrag
    Noch mal: Du musst ein Pfändungsschutzkonto aktiv beantragen. Danach muss das P-Konto aber nach vier Werktagen eingerichtet sein.
  • Nur eins pro Nase
    Du darfst nur ein P-Konto führen. Hast du mehrere Girokonten, kannst du also nur eines umwandeln. Das musst du beim Antrag auch versichern.
  • Nur als Einzelkonto
    Das P-Konto gibt es nur als Einzelkonto. Bei einem Gemeinschaftskonto (und drohender Insolvenz), sollten du und dein Partner also frühzeitig Einzelkonten eröffnen.
  • Nicht kostenlos
    Die Umwandlung muss kostenlos sein, die Kontoführung nicht. Das Konto darf jedoch nicht teurer sein als das Girokonto, das du vorher hattest.

Girokonto trotz Schufa und für Paare

Girokonto ohne Schufa
Mitunter findest du sogar Werbung für ein Girokonto ohne Schufa. Beziehungsweise für ein Girokonto trotz Schufa. Diese sind allerdings meist nicht billig, ganz im Gegenteil. Steckst du finanziell in Schieflage, solltest du dir daher besser ein Basiskonto oder P-Konto zulegen.

Girokonto für Paare
Das wäre das gerade erwähnte Gemeinschaftskonto. Hier führst du das Giro zusammen mit deinem Lebenspartner/in. Entsprechend habt ihr beide Zugriff auf das Konto, zwei Girocards etc. Ergo: Ihr könnt das Girokonto zu zweit nutzen. In der Regel kannst du schon bei der Kontoeröffnung – mit Ausnahme des P-Kontos – bestimmen, ob das Konto als Einzel- oder eben Gemeinschaftskonto dienen soll.

Girokonto für Kinder, Schüler & Studenten

Girokonto für Kinder
Ein solches findest du bei fast allen Banken, meist sogar (nicht immer) zum Nulltarif. Nur beim Mindestalter sind sich die Banken uneins. Bei manchen kannst du ein Girokonto für Kinder schon mit der Geburt eröffnen, andere schreiben ein Mindestalter vor. Sinn macht ein solches Konto auf jeden Fall, lernen deine Nachkommen doch so den Umgang mit Geld. Zum Beispiel kannst du per Dauerauftrag das Taschengeld überweisen.

Wichtig: Bei der Eröffnung musst du als Erziehungsberechtigter dabei sein. Außerdem sollte das Konto wirklich kostenlos sein, eine Girocard enthalten und das kostenlose Abheben von Bargeld erlauben. Gerade der letzte Punkt kann mitunter teuer sein.

Girokonto für Schüler
Hier gilt das gleiche wie beim Girokonto für Kinder. Ab wann deine Sprösslinge ein eigenes Konto haben sollten? Der Branchenverband Deutsche Kreditwirtschaft rät ab zwölf Jahre. Mit diesem Alter hätten Kinder genug Verantwortlichkeit, über das eigene (Taschen)Geld verfügen zu können.

Girokonto für Studenten
Auch dieses führen die Banken in der Regel kostenlos. Schließlich haben Studenten und Schüler (noch) nicht viel Geld, sind aber die Kunden von morgen. Ein Girokonto für Studenten ist jedenfalls nötig. Meist steht der Umzug in eine andere Region an, damit ein WG-Zimmer oder Studentenwohnheim. Das heißt Miete zahlen. Zumal andere Kosten dazukommen, etwa für Lebensmittel.

Wichtig: Ist ein Auslandssemester geplant, sollte das Studentenkonto außerdem eine kostenlose Kreditkarte bieten.

Girokonto für Rentner und Selbständige

Girokonto für Rentner
Als Rentner hast du ebenfalls eigene Bedürfnisse – und meist ein gewisses Vermögen. Davon ab hast du ein regelmäßiges Einkommen (Rente, Pension) und willst dein Geld vielleicht gut investieren. Oder viel reisen. Schließlich hast du nicht nur Geld, sondern obendrein Zeit. Eine (möglichst kostenlose) Kreditkarte zum Zahlen im Ausland ist also ein Muss. Oder zumindest sehr hilfreich. Im Fazit bist du als Rentner jedenfalls ein willkommener Kunde.

Girokonto für Selbständige
Und wie ist das, wenn du dich selbständig machst? Kannst du dann dein privates Konto nutzen? Das Gesetz hat eigentlich nichts dagegen. Zumindest so lange, wie du als natürliche Person (Einzelunternehmer, Freiberufler) agierst. Als juristische Person (UG, GmbH, AG etc.) bist du hingegen zum Führen eines eigenständigen Geschäftskontos verpflichtet.

Banken ist das übrigens egal. Denn diese verbieten dir die Nutzung eines privaten Kontos zum gewerblichen Gebrauch. Angeblich, weil du als Selbständiger mehr Arbeit machst. In Wahrheit wohl eher, um (mehr) an dir zu verdienen. Wobei ein echtes Geschäftskonto durchaus Vorteile mitbringt. Vor allem das Lastschriftverfahren. Außerdem ist ein separates Geschäftskonto natürlich bei einer Betriebsprüfung besser. Weil dieses privates und geschäftliches trennt und so eine bessere Übersicht gewährt.

Fazit: Ein eigenes Geschäftskonto – getrennt vom Privatkonto – macht für dich als Selbständigen Sinn. Mehr Infos findest du im Vergleich für Geschäftskonten…

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